Leben Sie auch schon in der VUCA-Welt?

Leben Sie auch schon in der VUCA-Welt?

Technischer Fortschritt im Rahmen der Digitalisierung sowie sich ständig weiter ausdifferenzierende globalisierte Märkte haben in den letzten zwei Jahrzehnten einen fundamentalen Umwälzungsprozess in vielen Unternehmen in Gang gesetzt. Die zum Teil disruptiven Entwicklungen in den Unternehmen und in der Unternehmensumwelt scheinen sich gegenseitig zu befeuern. Im Ergebnis haben sich die Halbwertzeit von Aufbau- und Ablauforganisation in den Unternehmen ebenso, wie Produktzyklen bis an die Grenzen der Machbarkeit verkürzt. Diesem Zustand wurde inzwischen die Bezeichnung VUCA-Welt gegeben. „VUCA“ ist ein Akronym für die englischen Begriffe Volatility (Unbeständigkeit),Uncertainty (Unsicherheit), Complexity (Komplexität) und Ambiguity (Mehrdeutigkeit).

Photo by Marc Sendra Martorell on unsplash.com

Vuca-Welt: Herausforderungen der Digitalisierung 

Für die Zusammenarbeit in den Unternehmen sind die Auswirkungen der Digitalisierung nicht ohne Folgen geblieben. 

Durch stark verbesserte Möglichkeiten der technikgestützten Kommunikation wird Zusammenarbeit heute über Abteilungs- Standort- oder Ländergrenzen hinweg betrieben. In der Folge sind die Teammitglieder nicht mehr oder nur noch zufällig an einem Arbeitsort versammelt, sondern bilden vielfach rein funktionale Subsysteme.

Die Menge an dokumentiertem Wissen in den Unternehmen ist einerseits enorm angestiegen, andererseits verkürzt sich die Relevanz des Wissens auf immer kürzere Zyklen. In der Folge findet eine fortschreitende Ausdifferenzierung von Spezialwissen sowie Spezialfähigkeiten statt, welche projektbezogen zusammengeführt werden.

International agierende Unternehmen stehen vor der Herausforderung, eine funktionierende Zusammenarbeit multikultureller, multinationaler und multilingualer Populationen sicherzustellen.

Die Notwendigkeit, in international agierenden Unternehmen die gemeinsame Verkehrssprache Englisch anzuwenden, hilft einerseits, Sprachgrenzen zu überwinden, anderseits stellt es die Mitarbeiter*innen vor große Herausforderungen und hebt die kulturellen Unterschiede nicht auf.

Die Notwendigkeit, sich den Veränderungen des Marktes anzupassen bzw. diese zu antizipieren, erfordert anpassungsfähige Matrixorganisationen. Eine schnelllebige Dauer-Evolution der Unternehmen ist die Folge.

Projektbasierte Arbeit ist in vielen Organisationen zur Norm geworden.

Der organisationale Anpassungsdruck wird an die Mitarbeiter*innen durchgereicht, die sich an komplexe und volatile Organisationen sowie einen Mix aus klassischen und agilen Arbeitsformen anpassen müssen.

Veränderungsbedarf in der Arbeitswelt 

Die vorgenannten Beobachtungen sind nur einige Beispiele, die deutlich machen, 

dass eine Arbeitswelt ohne Teamarbeit heute kaum mehr vorstellbar sind

dass Teamarbeit, Führung in einem komplexen und volatilen Setting stattfinden

dass sich Teamarbeit und Führung dem Wandel stellen müssen, um in ihm zu bestehen,

dass die Entwicklung von Mitarbeiterbindung und Zusammengehörigkeitsgefühl kein Selbstläufer mehr ist, sondern vor ganz neue Herausforderungen gestellt ist.

Fazit 

Digitalisierung und Globalisierung werden fortschreiten, ob wir dies wollen oder nicht. Es ist grundsätzlich besser, diese Tatsache pro-aktiv anzugehen. Um als Mensch, als Arbeitnehmer oder als Organisation in der VUCA-Welt bestehen zu können, sind eine Positive Haltung zum Leben und eine gute Resilienz zwei wichtige Erfolgsfaktoren. Die gute Botschaft: all das, was dazu nötig ist, kann nachhaltig gelernt und verbessert werden.

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.